Im Rahmen der heutigen Vollversammlung des Münchner Stadtrates wurde eine Ausweitung der Standortliste für Asylbewerber­Unterkünfte um ein gutes Dutzend Einrichtungen beschlossen.
Die AfD im Münchner Stadtrat stimmte diesen Standorten bis auf zwei Ausnahmen, nämlich den Standorten Wielandstr. und Zschokkestr. zu.
In diesen beiden Fällen hat sich nämlich die Stadtratsmehrheit über sämtliche Einwände der betroffenen Bürger und im Fall Wielandstr. auch über die Stellungnahme des Bezirksausschuss Berg-­am­-Laim hinweggesetzt. In beiden Fällen hat den Kritikern nachweislich nicht etwa Ausländerfeindlichkeit die Feder geführt, sondern konkrete standortspezifische Gründe. Der Bezirksausschuss Berg-­am­-Laim etwa hielt in seiner Stellungnahme ausdrücklich fest: „Der BA 14 stellt sich ausdrücklich nicht gegen die Einrichtung einer weiteren Gemeinschaftsunterkunft im Stadtteil.“

In eben diesem Sinne stimmte die AfD der Gesamtliste der neuen Unterkunftsstandorte zu.
Fritz Schmude, Stadtrat der AfD begründet die Zustimmung zur restlichen Standortliste folgendermaßen: „Die menschenwürdige Unterbringung von Asylbewerbern während des Verfahrens ist für uns eine humanitäre Verpflichtung, die wir ernst nehmen.“

Dennoch gab es tumultartige Szenen bei SPD, CSU und Grünen, nämlich als Schmude den übrigen Stadträten nahelegte, Asylbewerber nicht mehr pauschal als „Flüchtlinge“ zu bezeichnen, da es sich nur bei einer Minderheit (2013: 24%) von ihnen um Flüchtlinge handelt.

AfD­-Gruppierung im Stadtrat München
Andre Wächter, Fritz Schmude