Wenn es nach allen Stadträten im Sozialausschuss außer uns geht, dann appelliert die Landeshauptstadt München demnächst für eine noch strengere Mietpreisbremse.

Bisher war die Idee von Union und SPD in Berlin die, dass man die Mietpreise dadurch drücken könne, dass man vorschreibt, auch Bestandsmieten in den Mietspiegel einfließen zu lassen.
Diese an sich schon groteske Idee (warum schreibt man nicht gleich Autohändlern vor, Neuwagenpreise stärker an den Gebrauchtwagenpreisen auszurichten?) geht dem Sozialreferat und fast allen Münchner Stadträten noch nicht weit genug.
Mit dem heute verabschiedeten Appell wird Berlin aufgefordert, auch Mieten, die seit mehr als vier Jahren unverändert sind, als Berechnungsgrundlage von Mietspiegeln vorzuschreiben.

Wer über ein Minimum von wirtschaftlichem Sachverstand verfügt, sieht sofort, dass eine solche Politik keinen Wohnraum schafft. Im Gegenteil trägt sie dazu bei, dass Investoren ihr Geld lieber doch nicht in den Wohnungsbau, sondern in andere Projekte stecken, die vom staatlichen Regulierungswahn nicht so stark betroffen sind.
Das Wohnungsangebot wird knapper, die Mieten für die wenigen verfügbaren Wohnungen werden weiter steigen.

Der Appell wurde heute im Sozialausschuss einstimmig(!) gegen die Stimme von Fritz Schmude (AfD-Stadtratsgruppierung) beschlossen.

Plattenbau DDR
Bild: Dank staatlicher Mietenregulierung kann es nur aufwärts gehen.