Oft träumen die Münchner Kommunalpolitiker in der Verkehrspolitik zu viel von riesengroßen Gesamtlösungen, die dann allein wegen ihrer astronomischen Kosten nie kommen. Das führt dann in der Praxis dazu, dass an den entsprechenden Problemstellen über Jahrzehnte hinweg keinerlei Verbesserungen durchgeführt werden.

Ein Beispiel dafür ist die einzige Stelle am Mittleren Ring, an der heute noch genau wie vor 60 Jahren dieser von der Straßenbahn ebenerdig gekreuzt wird. Es handelt sich dabei um die Kreuzung Schwanseestraße-Chiemgaustraße. Dass dieser Anachronismus nicht schon lange beseitigt ist, liegt daran, dass alle Interessierten lieber über langen Tunnels im gesamten Süden des Mittleren Rings reden.

Wir haben im April den Antrag gestellt, stattdessen einfach kostengünstig und schnell die erwähnte Kreuzung in eine Unterführung umzuwandeln.

Originalantrag Unterführung Chiemgaustraße – Schwanseestraße

Dieser unser Antrag wurde – wie alle unsere Anträge – am vergangenen Mittwoch von der Stadtratsmehrheit abgelehnt.