Der Staat regelt alles, der Staat kann alles, der Staat macht alles. Nach dieser Devise hat auch die Landeshauptstadt München gehandelt, als sie 2015 (auch damals gegen unsere Stimme) in das Fahrrad-Verleih-Geschäft eingestiegen ist. Der Fahrradverleih, der normalerweise eine Chance für Kleinunternehmer ist, wird seither in München in ganz großem Stil von der öffentlichen Hand betrieben. Fahrrad ist Fahrrad, und so begrüßen wir es natürlich, wenn sich Bürger aufs Rad schwingen, gesund und schnell vorankommen und obendrein dabei bessere Laune bekommen!

Was wir aktuell nicht begrüßen, sind die Kosten für den Steuerzahler.


Die im Bild gezeigten Räder kosteten die öffentlichen Kassen EUR 1250,- pro Stück. Insgesamt rechneten MVG und Stadt mit 7 Millionen Euro Investitionskosten, davon 5 bei der Landeshauptstadt selbst und 2 bei der MVG. Darin nicht enthalten sind die Arbeitsstunden in den zahlreichen städtischen Referaten und Ämtern, die an der Planung beteiligt sind.

Abendzeitung: MVG soll 2.000 neue Miet-Radl kaufen

Der im Artikel der Abendzeitung angekündigte Beschluss, der die Landeshauptstadt mit zusätzlichen 2,5 Millionen EUR belastet, ist heute im Wirtschaftssausschuss mit nur einer Gegenstimme, nämlich der unsrigen, verabschiedet worden.